Erste Gletschertour mit Kindern auf das Zuckerhütl 3505 m 

Im Rahmen der Sommerfreizeit 1975 Math.-Claudius Haus Kempten 11.8.1975

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Mit 2 Kindern Bella und Alfred, 12 Jahre alt, vom Kinderheim Kempten, wollte ich nun heute die erste Gletschertour unternehmen. Das Zuckerhütl 3505 m, in den Stubaier Alpen. Beide freuten sich auf die erste große und gewaltige Gletschertour. Das Zuckerhütl ist die höchste Erhebung der Stubaier Alpen und immer wieder ein Ziel für gletschererfahrene Alpinisten. Wir übernachteten auf der Dresdner Hütte. Um 5 Uhr in der früh ging es endlich los....es war sehr kalt und klar als wir uns auf den Weg machten. Die Rucksäcke waren schwer beladen mit Biwaksack, Proviant, Ersatzwäsche, Steigeisen usw. Wir kamen gut voran und waren gut gelaunt. Bald waren wir auf dem Grat des Pfaffennieder und die ersten Sonnenstrahlen erwärmten die steifen und kalten Glieder. Das Zuckerhütl war jetzt zu sehen, eine mächtige Erhebung in Eis und Schnee eingehüllt. Wir kamen auf den Gletscher des Sulzenauferners. Große Gletscherbrüche und riesige Spalten lagen nun vor uns. Wir seilten uns an und befestigten die Steigeisen und marschierten vorsichtig über die Spalten zum Sattel zwischen Pfaff und Zuckerhütl.

 

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Wir machten die erste große Rast. Nun kam das schwierigste Teil dieser Tour, eine steile Firn-und Eisflanke, die direkt auf den Gipfel führte. Wir gingen über den Ostgrat und mußten wegen der großen Spalten in die steile Nordflanke ausweichen. Ich sicherte nun Bella und Alfred mit einer Eisschraube, da es sehr steil und ausgesetzt wurde. Noch ein kurzes Stück über vereistem Fels und und wir standen auf dem Gipfel des Zuckerhütl`s. Was für ein Gefühl.....mit 2 Kindern !

 

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Beide waren total erschöpft, sie umarmten mich und waren total überglücklich. Bei Bella kullerten Tränen... Es war eine gigantische Gipfelschau, strahlend blauer Himmel und unendlich hohe schneebedeckte Berge, eine grenzenlose Weite... Wir waren alleine auf dem Gipfel und konnten geniesen...Lange konnten wir nicht bleiben. Der Abstieg über die Eisflanke ist schwieriger als der Aufstieg. Außerdem wird der Schnee sehr weich von der starken Sonnenbestrahlung. Ich verankerte 2 Eisschrauben und sicherte Bella und Alfred die steil abfallende Ostflanke hinunter bis zum Sattel. Von dort ging es dann problemlos über den Gletscher auf die Dresdner Hütte zurück. Am anderen Tag machten wir noch über das Peilhoch 2676m/ Pfaffensattel  einen Abstecher zur Sulzenauhütte. Diese wurde 1 Woche zuvor von einer Lawine fast vollständig zerstört. Zufrieden und total happy fuhren wir dann am Spätnachmittag mit der letzten Gondel ins Tal hinab. Zufrieden und total happy fuhren wir dann am Spätnachmittag mit der letzten Gondel ins Tal hinab. Solche Erlebnisse und Glücksmomente kann man nicht vergessen...

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            Dazu ein alter Film von der Besteigung                

      

         

                                             

                         Sachsendorf  •  2001-2008